#Stress

Positive und negative Wirkung durch Stress

In diesem Blog lesen Sie, welche verschiedenen Stressreaktionen es gibt, wo die Unterschiede liegen, welche Folgen Stress haben kann und wie sich Stress vermeiden lässt.

Stress

Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen wird nicht mehr zwischen „positivem“ und „negativem“ Stress unterschieden („Eustress“ = positiver Stress wie beispielsweise Energie, Motivation, Zuversicht, Abwehrkräfte, Leistungen. „Distress“ = negativer Stress wie beispielsweise Erschöpfung, Überforderung, Pessimismus, geringe Zuversicht, Beschleunigung des Alterungsprozesses), denn die Reaktion ist bei Stress immer gleich: Körper und Geist aktivieren sich und sind bereit zu handeln. Wie Sie diese Aktivierung empfinden, hängt davon ab, wie Sie eine Herausforderung wahrnehmen.

Positiv empfinden Sie diese Aktivierung, wenn Sie das Gefühl haben: Wenn ich mich anstrenge, dann kann ich das schaffen. Yeah! Deshalb gebe ich jetzt alles.

Typ 1: Menschen, die sich an einen Stressor nicht gewöhnen können und sich jedes Mal aufs Neue aufregen, beispielsweise wenn ein Kunde oder der Chef eine bestimmte Frage stellt oder eine wiederkehrende Bemerkung macht.

Typ 2: Menschen, die sich nur schwer wieder abregen können und auch noch abends vor dem Fernseher über den Konflikt vom Vormittag nachgrübeln.

Typ 3: Menschen, die den Kick lieben, der durch Stress hervorgerufen wird, und sich in gewisser Weise sehenden Auges immer stärker unter Druck setzen. Meist merken sie dabei nicht, wann die Schwelle der Belastbarkeit überschritten ist.

Bei langfristigem Stress besteht besondere Gefahr für Typ 2 und Typ 3, gesundheitliche Schäden davonzutragen.

Das Fatale: Wir merken es oft nicht, wenn wir unter negativem Stress stehen. Es ist erwiesen, dass unser vegetatives Nervensystem immer in Alarmbereitschaft ist, sobald beispielsweise unser Diensthandy eingeschaltet ist und wir auf einen Anruf warten. So etwas führt zu einem konstanten Stresslevel, der sich negativ auf die Gesundheit auswirken kann.

Das menschliche Gehirn ist Millionen Jahre alt und in erster Linie nicht dazu da, uns glücklich zu machen, sondern um Hormone auszuschütten, mit deren Hilfe wir unsere Grundbedürfnisse stillen. Den Zustand des Glücklich-Seins zu erreichen ist unser eigener Job. Es liegt an uns, wie wir Dinge sehen und diese bewerten. Das Hirn erhält Signale aus unserem vegetativen Nervensystem und sendet Befehle an unseren Körper durch zwei autonome Bereiche: dem sympathischen Nervensystem und dem parasympathischen Nervensystem. Unser Gehirn ist evolutionär geprägt in permanenter Alarmbereitschaft und hält nach dem Ausschau, was nicht stimmt. Was passiert bei Stress? In Stresssituationen werden die Überlebensinstinkte des Menschen geweckt und er reagiert mit den Notfallprogrammen Angriff, Flucht oder Starre. Adrenalin gelangt zu allen Organen des Körpers und bereitet sie auf den Kampf oder die Flucht vor. Cortisol und Adrenalin treiben unter anderem den Blutdruck und den Herzschlag in die Höhe, die Gefäße verengen sich, die Atmung wird schneller, ein starkes Hungergefühl tritt auf.

Stressoren – wann wird Stress zum Problem?

In Stresssituationen wird das Hormon Cortisol ausgeschüttet, was dazu führt, dass die Leistungsfähigkeit im Gehirn und die Beweglichkeit im Bewegungsapparat vermindert wird. Grundbedürfnisse wie Hunger, Durst oder Sex werden gehemmt. Dauerhaft können Krankheiten wie Bauchschmerzen, Hörsturz, Rückenschmerzen und psychische Erkrankungen wie zum Beispiel Depressionen oder Angststörungen die Folge sein.

Unser Tipp:

  • Schaffen Sie ein positives Gefühl, indem Sie für sich formulieren, wie viel Spaß Ihnen beispielsweise Ihre Arbeit bereitet.
  • Formulieren Sie positive Glaubenssätze anstatt negative. Vermeiden Sie generell negative Formulierungen wie: „Immer stehe ich an roten Ampeln, wenn ich ohnehin schon unter Zeitdruck stehe.“
  • Stellen Sie sich das Gefühl vor, wie es sein wird, wenn Sie das „Projekt“ erfolgreich gemeistert haben.
  • Raus aus der Opferrolle. Werten Sie unangenehme Aufgaben oder Kommentare von Vorgesetzten nicht als Provokation.
  • Den eigenen Rhythmus berücksichtigen. Regelmäßig Pausen machen, um freie Gedanken zu fassen.
  • Persönliche Auslöser reflektieren. Was schadet mir? Stressoren gezielt vermeiden.
  • Mit kleinen Ritualen abschalten. Bauen Sie Entspannungsübungen in Ihren Alltag ein.
  • Sich Bedenkzeit nehmen für neue Projekte und Aufgaben. Gezielt auch mal „Nein“ sagen.